居合道  -  IAIDO

Iaidō [iaidoː] (jap. 居合道) ist der japanische „Weg des Schwertziehens“ und gehört zum großen Bereich der Budō-Disziplinen. Es ist aus der Kampfkunst der alten Kriegerkaste Japans, der Samurai, entstanden. Synonyme zum Iai-do sind „batto“, „iai-nuki“. Die Besonderheit liegt darin, dass das Schwert so gezogen wird, dass es noch während des Ziehens als Waffe eingesetzt werden kann.


Die Bedeutung der einzelnen Silben:


 i bzw. iru steht für anwesend sein, körperlich wie geistig

 ai bedeutet passen, übereinstimmen, in diesem Kontext so viel wie sofortige Aktion und Reaktion, wann immer notwendig

 dō ist der Weg oder auch das Prinzip


Also in etwa der Weg des ganz Dabei-Seins.


Die älteste Bezeichnung für Iaidō, Battōjutsu, heißt wörtlich die „Kunst des Schwertziehens“. Das kommt daher, dass das Ziehen und der erste Schnitt eine Bewegung sind. Bei entsprechender Ausführung des Bewegungsablaufes konnte der erste Schnitt auch schon tödlich sein. Das konzentriert den 
Zweikampf auf einen Moment, einen Schnitt. Daraus ist zu verstehen, dass die mentale Stärke des Samurai als kampfentscheidend angesehen wurde.


Eine spätere Bezeichnung war Iaijutsu. In den 1960er-Jahren nahmen viele Kampfsportarten das -dō an Stelle des -jutsu (術 - Kunst, Kunstfertigkeit, Technik, Methode) in ihren Namen auf, um damit die geistige Seite des Übens gegenüber der reinen Technik aufzuwerten. So kam es zur heute üblichen Bezeichnung: Iaidō.


Im Iaidō spiegelt sich die Zen-Philosophie wider. Man kämpft nicht gegen einen echten Gegner, sondern man „spiegelt“ sich selbst. Man versucht seine eigenen Fähigkeiten zu meistern und seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Das Ziel beim Iaidō ist, sich auf die exakte und sichere Ausführung der Kata zu konzentrieren und die Einheit von Körper, Geist und Schwert zu entwickeln (Ki-Ken-Tai-Ichi). Ursprünglich wurden vielfältige Formen geübt, um körperlich jeder Gefechtssituation gewachsen zu sein und angemessen zu reagieren. Es wird gelehrt, dass die Meisterschaft erreicht wäre, wenn man eine Situation beherrscht – ohne das Schwert zu ziehen. Das erfordert die Entwicklung einer starken Persönlichkeit durch langjährige Übung.Im Iaidō spiegelt sich die Zen-Philosophie wider. Man kämpft nicht gegen einen echten Gegner, sondern man „spiegelt“ sich selbst. Man versucht seine eigenen Fähigkeiten zu meistern und seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Das Ziel beim Iaidō ist, sich auf die exakte und sichere Ausführung der Kata zu konzentrieren und die Einheit von Körper, Geist und Schwert zu entwickeln (Ki-Ken-Tai-Ichi). Ursprünglich wurden vielfältige Formen geübt, um körperlich jeder Gefechtssituation gewachsen zu sein und angemessen zu reagieren. Es wird gelehrt, dass die Meisterschaft erreicht wäre, wenn man eine Situation beherrscht – ohne das Schwert zu ziehen. Das erfordert die Entwicklung einer starken Persönlichkeit durch langjährige Übung.


居合術 - Iaijutsu 

Iaijutsu (jap.: 居合術) bezeichnet die „Technik des Schwertziehens“ und wurde von den Samurai innerhalb des Bujutsu  entwickelt. Früher war iaijutsu in sämtliche Schwertstile integriert und dort ein obligatorischer Teil des Lehrplans.

Iaijutsu wurde angewendet, wenn der Gegner unerwartet sein Schwert zog. Dabei war es lebensnotwendig, Techniken zu entwickeln, mit dem das eigene Schwert schneller gezogen werden konnte, um den ersten Schlag auszuführen. Die Techniken nach dem besagten ersten Schlag (iai) gehören dann in das System des Kenjutsu. Zum Iaujutsu gehört dann wieder das korrekte Zurückstecken des Schwertes in einem Zug.

Hayashizaki hatte eine Methode entwickelt, die sich von den bisherigen Techniken des kenjutsu unterschied, weil sie - zwar ausnahmslos defensiv ausgerichtet - trotzdem tödlich im Konter war. Die ursprünglichen Techniken des iai waren Methoden des schnellen Tötens eines angreifenden Gegners. Nach und nach entwickelten sie sich jedoch zu Methoden der Geisteserziehung und Meditation. Die Nachfolger Hayashizakis veränderten viele Prinzipien, die nach der Meinung der traditionellen Anhänger des iai die ursprüngliche Effektivität des iaijutsu im Kampf zugunsten philosophischer Weg-Aspekte (do) reduzierte. Die modernen Varianten lehren Methoden, die im alten Konzept nicht enthalten waren und finden Anstoß in der Betrachtung der Klassiker. So z.B. wird das Schwertziehen in Seiza oder tachi hiza, die vom Kriegerstandpunkt aus gesehen, tote Stellungen waren, kritisiert. Die alten Krieger bevorzugten iai goshi, eine tiefe kauernde Position mit erhobenem rechten Knie, die mehr Mobilität ermöglichte. Die Sitzposition seiza wurde aus dem späteren städtischen Leben ins iai hineinprojeziert und entspricht nicht der Realität des alten japanischen Kriegerlebens. Dieser und noch einige andere Punkte wurden von vielen als Bruch mit der Etikette angesehen.

Das Wort iai besteht aus zwei Schriftzeichen. Davon bedeutet das erste (au) „entsprechen“ und das zweite (iru) „sich befinden“. Zusammen liest man die beiden Schriftzeichen als „I-ai“, was sich auf die innere Haltung des Übenden bezieht, der im Moment des Angriffs wach und konzentriert sein soll. Der Sieg muss vor dem Ziehen des Schwertes im Geist errungen werden.

Im Laufe der Zeit wurden viele Übungspraktiken entwickelt. Das Schwert musste im Stehen, im Sitzen, im Liegen oder im Gehen gezogen werden, Hindernisse mussten beachtet werden, und das Zurückstecken musste auch im Dunkeln reibungslos geschehen. Dem Übenden wurden Gegenstände entgegengeworfen, die er im Flug zerschneiden musste, in manchen Schulen wurde mit Pfeil und Bogen auf den Übenden geschossen.

Die Techniken des iaijutsu werden ausschließlich gegen imaginäre Gegner geübt. Man unterscheidet sie in vier Kategorien:

  1. Nuki suke - das Herausziehen des Schwertes, besteht aus etwa zwanzig Techniken.
  2. Kiri suke - der erste Schlag, bei dem es etwa fünfzig Arten gibt.
  3. Chiburi - das Reinigen des Schwertes vom Blut.
  4. Noto - das Zurückstecken des Schwertes in die Scheide, das fast immer gleich ist.

Aus der kriegerischen Technik des Iaijutsu wurde durch den Einfluss des zen auf die Kampfkünste das heute ausgeübte Iaido entwickelt. 


抜刀術 - Battojutsu

Battōjutsu (jap. 抜刀術) ist eine japanische Kampfkunst mit dem Katana. Der besondere Fokus liegt in kurzen Techniken direkt nach oder während des Ziehens aus der Schwertscheide oder Saya.

Battojutsu grenzt sich durch den Zusatz "-jutsu" meistens von anderen japanischen Kampfkünsten wie Iaido oder Battodo ab. Im Gegensatz zu beiden betont "-jutsu" eher die praktischen Techniken als die geistigen und spirituellen Elemente. Dies kann aber in einzelnen Schulen anders ausfallen. Die Unterschiede von Battojutsu zu Kendo sind wesentlich größer als zu Iaido: Der Aufbau von Battojutsu ist nicht an sportliche Regeln gebunden nur in einzelnen Teilaspekten werden, wenn überhaupt, Turniere oder sportliche Wettkämpfe abgehalten. Kenjutsu grenzt sich grob gesagt dadurch von Battojutsu ab, dass die Techniken im Kenjutsu meistens mit der gezogenen Waffe beginnen, im Battojutsu bereits mit dem Ziehen der Waffe.

Der Begriff Iaijutsu ist aus der Historie fast austauschbar mit Battojutsu. Betrachtet man den Inhalt beider Kampfkünste gehen die Ursprünge auf das 15. Jahrhundert in Japan zurück. Bereits zu der Zeit wurden in einigen Schulen offensive und defensive Schwertziehtechniken gelehrt und angewendet. 

Einer Legende nach wurde das Iai-Jutsu speziell von Hayashizaki Jinsuke im 17.Jahrhundert entwickelt, da dieser eine Möglichkeit suchte, seinen Vater zu rächen. Auf der Suche nach effektiven Techniken, einen Gegner auch bei einer offenen Begegnung mit noch nicht gezogenem Schwert zu überraschen, stellte er einige Techniken zusammen. Der Legende nach konnte er dadurch wirklich seinen Vater rächen.